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Wirtschaft

Geschäftsklima

Geschäftsbedingungen

Klein- und Mittelstand

Der Klein- und Mittelstand ist der sich am dynamischsten entwickelnde Sektor der nationalen Volkswirtschaft und wird durch eine Reihe der Nationalreformen gefördert, die seit Ende 1998 zur Förderung und Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen umgesetzt werden. Unter anderem geht es bei den Reformen konkret um eine Minderung der Prüfungslast durch staatliche Aufsichtsbehörden, eine Einheitssteuer für Kleinunternehmen sowie um eine Liberalisierung des Bargeldumlaufs und der Kreditvergabe durch nationale und ausländische Finanzinstitute. In den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit betrug der BIP-Anteil des Warenumsatzes bei kleinen und privaten Unternehmen ca. 1,0%, während diese Zahl zum Jahre 2002 bereits auf 35,0% anstieg. Bekanntlich trägt der Klein- und Mittelstand durch die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen zur Senkung der Arbeitslosigkeit bei. Die Regierung verwendet die Auslandskredite und beschafftes Investitionskapital für die Förderung des Klein- und Mittelstandes in der Form von Krediten, die dank günstigen Steuerklimas und der verbesserten Exportinstrumente für die durch klein- und mittelständische Unternehmen produzierten Erzeugnisse rechtzeitig von ihnen zurückgezahlt werden können.

Importsubstitution

Als Instrument der Devisenkontrolle ist die Importsubstitution auf die Eindämmung der unvertretbaren Importe von Waren, die bereits lokal produziert werden, gerichtet, um die dadurch eingesparten Devisenmittel in die Förderung der nationalen Produktion und eine verstärkte Umsetzung von neuen Hochtechnologien umzuleiten. Eines der Beispiele für eine vereinfachte und flexible Devisenkontrolle liefert uns die 1996 beschlossene Anpassung der nationalen Gesetze hinsichtlich der Devisenverkehrskontrolle. Außerdem konnten lokale Unternehmen, die mit importierten Rohstoffen, Materialien und Zubehör produzieren, die eigene Devisenrentabilität durch Währungseinnahmen aus dem Auslandsvertrieb von Fahrzeugen, landwirtschaftlichen Maschinen, Mehl und sonstigen hochliquiden Waren erzielen. Es sei hervorgehoben, dass exportierende Unternehmen ihre Deviseneinnahmen zum großen Teil für die Gewinnerhöhung, Unternehmensentwicklung, Automatisierung der Produktionsabläufe, Personalförderung und Infrastrukturverbesserung verwenden.

Wirtschaftswachstum und Inflation

Inflation gilt überall als ein wachstums- und stabilitätshemmender Faktor für jede Volkswirtschaft. Dank der ergriffenen Wirtschaftsreformen gelang es der usbekischen Regierung dennoch eine reale Inflationssenkung zu erzielen. Während die Inflationsrate 2001 bei über 26,0% lag, konnte sie 2006 dank günstiger Wirtschaftsverhältnisse auf 6,8% gesenkt werden.

Der Volkswirtschaftslehre zufolge hängt das BIP-Wachstum u. a. vom Wechselkurs der nationalen Währung ab. In Usbekistan existieren Devisenfonds und Devisenbörsen, die eine freie Währungskonvertibilität ermöglichen. Die usbekische Zentralbank setzt den Umtauschkurs für Währungen in bestimmten Zeitabschnitten fest, zu dem jede Währung dieser Welt frei und unabhängig getauscht werden kann.

Die BIP-Wachstumsanalyse beweist einen nachhaltigen Zuwachs und einen Überschuss des nationalen Haushalts. 2002 betrug die BIP-Wachstumsrate ca. 4,0% beim Haushaltsdefizit von 0,8% zum BIP. Durch ein liberales Branchenentwicklungsklima gelang es 2006 das BIP-Wachstum von über 7,0% beim Haushaltsplus von 0,5% zu erzielen. Das Wirtschaftswachstum wird insbesondere in der Industrie (10,8%) und der Landwirtschaft (6,2%) verzeichnet. Der gewogene Durchschnittslohn pro Kopf liegt bei ca. 150 USD und übersteigt damit um das Fünffache die vergleichbaren Zahlen von 2001 und 2002.

Zahlungsbilanz

Mit den von der usbekischen Regierung veranlassten Reformen konnte die nationale Volkswirtschaft zunehmend liberalisiert werden, so dass die nationalen Valutareserven Ende 2002 sich um 167,9% im Vergleich zum früheren Wert erhöhten und ca. 4,7 Md. USD betrugen. Die Politik des Förderung heimischer Unternehmer ließ den Import von Waren, die auch lokal produziert werden, um 38,0% zurückgehen. Gleichzeitig erhöhte sich der Exportwarenumsatz im Durchschnitt um 23,0%. Der Wichteanteil der Baumwollexporte lag bei ca. 17,0% zum Gesamtexportumsatz und der Rest entfällt u. a. auf Exporte von Fahrzeugen und Ausrüstungen, rohem und verarbeitetem Obst und Gemüse, Baumaterialien, landwirtschaftlichen Maschinen und elektrotechnischen Geräten.

Die Bedienung der Außenschuld zwischen 1999 und 2006 wird im Durchschnitt als eine stabile und mehr als moderate Kostenposition eingeschätzt. Das Verhältnis der Gesamtaußenschuld zum BIP drückt sich mit 20,6% aus, der einschlägige Wert lag 2006 bei ca. 22,8%. Kritisch sah es mit der Außenschuldbedienung 2003 aus, als das Verhältnis der Außenschuld zum BIP ca. 40,0% betrug. Heute kann der Rückfluss von Kapitalinvestitionen in die jeweiligen Branchen der nationalen Volkswirtschaft als gesichert bezeichnet werden, denn die zentralen makroökonomischen Werte steigen permanent. Zu den größten Investoren in die usbekische Volkswirtschaft zählen Gazprom, Lukoil, Mitsui, Mitsubishi, Itochu, Nestle, Coca-Cola, Vimm-Bill-Dann, SIEMENS, ZEROMAX, MTS, BeeLINE, BAT, Marubeni, Samsung, ABN Amro Bank, Kanebo Silk, KOC, IRAN SADERAT und einige andere Weltkonzerne.

Konvertibilität der Währung

Um die nationale Devisenbilanz zu verstärken, existierten hierzulande eine Zeit lang die Restriktionen für die Konvertierung von SUM in Fremdwährungen. 2003 unterzeichnete Usbekistan den 8. Artikel der IMF-Vereinbarung und hob die besagten Restriktionen auf.

Heute wird die Konvertierung von Währungen durch Rechtsverordnungen der Regierung und die Richtlinien der Zentralbank geregelt.

Ausländische Investoren können ihre in Usbekistan erwirtschafteten Einnahmen in Usbekistan wiederinvestieren oder nach eigenem Ermessen anderweitig verwenden.

Ausländischen Investoren wird eine ungehinderte Überweisung von Devisenmitteln nach Usbekistan und ins Ausland ohne jede Restriktion und vorbehaltlich der Abführung von gesetzlichen Abgaben garantiert.

Wirtschaftsbranchen von höchster Priorität

Landwirtschaft

Mit ihrem BIP-Anteil von ca. 40%. ist die Landwirtschaft die grundlegende und führende Branche der usbekischen Volkswirtschaft. Ihre Hauptproduktgruppe setzt sich aus Baumwolle, Weizen, Obst- und Gemüseprodukten zusammen.

Günstige Witterungsverhältnisse beeinflussten maßgeblich die regionale Verteilung der Produktionsstandorte für exportorientierte landwirtschaftliche Erzeugnisse. Beispielsweise wird Gemüse, Obst und Melonen hauptsächlich in den Gebieten Namangan, Fergana, Andischan und Samarkand angebaut, während Reis und anderes Getreide in der Republik Karakalpakstan und dem Gebiet Khorezm, Fleisch- und Milchprodukte sowie Rohhäute werden wiederum in den Gebieten Buchara, Surchandarja und Kaschkadarja produziert, Weine und Spirituosen stammen hauptsächlich aus den Gebieten Taschkent, Andischan und Karakalpakstan und die Tabakwaren kommen aus den Gebieten Taschkent und Samarkand.

Leichtindustrie

Die usbekische Exportpolitik setzt einen ihrer Hauptakzente auf die Förderung der Leichtindustrie, zu deren Exportwarengruppe u. a. Baumwollgarn, Seidengewebe und Seidenfertigprodukte, Baumwollrohgewebe, Gestricke, Wirkware und Fertigkleidung gehören.

Die Leichtindustrie zeichnet sich nicht nur durch einen Schnellrückfluss der investierten Mittel, sondern auch durch kostengünstige Arbeitskräfte, die Verfügbarkeit von Rohstoffen und eine gut ausgebaute Infrastruktur aus.

Ebenfalls sollte man wissen, dass Usbekistan zu den weltweit größten Produzenten von Baumwolle, Seide und Persianerfell gehört. Das Land ist weltweit als Viertes nach der Menge und Qualität der Baumwollproduktion sowie als Zweites nach dem Baumwollexport gelistet.

Die usbekische Leichtindustrie umfasst mehr als 200 Großbetriebe und Produktionsverbände samt Niederlassungen sowie Kleidungs- und Wirkwarendesignstudios, Projektierungsbüros, Firmenladenketten etc.

Im Rahmen des Nationalprogramms für die Förderung der Leichtindustrie sollen die Qualität und die Quantität der produzierten Waren erhöht, das Warenangebot erweitert, eine Tiefverarbeitung von Baumwollfasern an Gemeinschaftsunternehmen mit der nationalen und ausländischen Kapitalbeteiligung aufgebaut und die existierenden Produktionsstandorte technisch umgerüstet und auf den modernen Stand gebracht werden.

Die Förderung der Leichtindustrie soll insbesondere in folgenden Bereichen stattfinden:

- Spinnerei: technische Erneuerung der spindellosen Spinnereien und deren Ausrüstung mit Maschinen der neuesten Generation;

- Weberei: Beschaffung und Einsatz von Spleißverbindungs-Kettenwirkmaschinen und Einziehmaschinen, Austausch von Webmaschinen der 1. Generation durch schützenlose Webmaschinen der 2. Generation;

- Appreturtechnik und Färberei: Beschaffung und Einsatz von neuen computergesteuerten Maschinen.

Schwerindustrie

Usbekistan besitzt eine breitgefächerte Palette an Bodenschätzen und eine gut entwickelte Bergbau-, Öl- und Gasindustrie. Hier finden sich unerschöpfliche Vorkommen an Erdöl, Erdgas, Uran, Gold, Kupfer, Aluminium, Eisenerz, um nur einige von ihnen zu nennen.

Die nationale Schwerindustrie ist durch gut ausgebaute und komplexe Flugzeug- und Automobilproduktionsstandorte, landwirtschaftliche Maschinen- und Anlagenbauer, Kabel- und Leiterhersteller, Eisenbahnzulieferer und sonstige Unternehmen vertreten.

Usbekistan ist auch bekannt für seine Vorkommen an Edel- und Seltenerdmetallen – Gold, Silber und Uran sowie für deren Gewinnung. Das Land ist als Zweites unter den GUS-Staaten und weltweit als Achtes in der Goldförderung sowie weltweit als Fünftes in der Pro-Kopf-Goldproduktion gelistet. Die Qualität von usbekischem Gold entspricht den höchsten Weltstandards. Beträchtlich sind auch Vorkommen an Kupfer, Blei, Zink, Molybdän, Wolfram, Lithium sowie an nichtmetallischen Mineralrohstoffen (Kaolin, Fluss- und Feldspat, Quarzsand, Phosphorit). Diese Mineralrohstoffe werden u. a. in der Produktion von konkurrenz- und exportfähigen Kunstdüngern, Porzellan- und Steinguterzeugnissen verwendet.
Usbekistan verfügt auch über strategisch wichtige Mineralrohstoffe: Erdöl, Erdgas, Schwarz-, Bunt- und Edelmetallerze. Die Mineralrohstoffvorräte Usbekistans werden insgesamt auf 3.3 Billionen USD geschätzt. Jährlich werden Bodenschätze im Wert von ca. 95.5 Md. USD beim jährlichen Zuwachs im Wert von ca. 6 bis 7 Md. USD abgebaut.